Großes Schlittenmikrotom von Leitz

Heute stelle ich das große Schlittenmikrotom von Ernst Leitz Wetzlar vor. In dieser Bauweise ist es in einem Katalog von 1923 zu finden, ist dort aber vom Grundstativ sowie dem Firmenlogo etwas abweichend, weshalb ich davon ausgehe, daß das dieses Mikrotom aus späteren Produktionsjahren stammt.

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Großes Schlittenmikrotom von Ernst Leitz Wetzlar, Katalog ca. 1923

Es gibt bei Schlittenmikrotomen grob gesehen zwei Varianten des Präparatevorschubes. Entweder geschieht dies durch einfache Anhebung über eine senkrechte Gewindespindel oder wie bei diesem Mikrotom in Kombination mit einer zusätzlich geneigten Schlittenbahn, über deren Steigung man den Vorschub nach oben noch einmal „untersetzt“.
Dadurch ergeben sich minimale Vorteile bei der freien Positionierung des Präparatehalterns. Gerade bei ziehendem Schnitt an Frischmaterial bei schräggestelltem Messer kann dies manchmal nützlich sein.

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Großes Schlittenmikrotom Ernst Leitz Wetzlar, Ansicht vorne
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Großes Schlittenmikrotom Ernst Leitz Wetzlar, Details
  1. Klemmhebel Präparatehalter
  2. Klemmhebel Höhenverstellung
  3. Grobtrieb Höhenverstellung
  4. Klemmhebel Kugelkopf Präparatehalter
  5. Präparateklemme
  6. Hebel zur Aufspreizung des Innengewindes
  7. Höhenfeinvortrieb
  8. Einstellung Höhenfeinvortrieb
  9. Gewindeachse Höhenfeinvortrieb

Wie auf den Bildern gut zu erkennen ist, lässt sich der Deklinations- sowie sowie Neigungswinkel des Messers frei einstellen. Letzterer wird über das gleichzeitige Lösen und Anziehen zweier Rändelschrauben eingestellt.