Rhyolith (Quarzporphyr)


Ein Wochenende an der Ostsee kann so schön sein. Besonders wenn dort so eine Vielfalt an Steinen zu finden ist, wie am Campingplatz Langholz in Waabs. Des einen Freud ist des anderen Leid, für Badefreudige ohne Schuhwerk ist ein Sandstrand sicher angenehmer.

Strand Campingplatz Langholz in Waabs

Bei Spazieren am Strand habe ich dann nach Steinen Ausschau gehalten, die mir nicht zu gewöhnlich vorkamen und mir durch ein besonderes Merkmal ins Auge gefallen sind. Bei diesem Porphyr waren es die großen runden Quarzkörner, die ich in dieser Ausprägung so zuvor noch nicht gesehen habe.

Quarzporphyr

In Frank Rudolph´s großem Buch der Strandsteine sind einige Quarzporphyre zu finden.     Eine hundertprozentige Übereinstimmung zu einem der dort abgebildeten Steine konnte ich nicht finden. Was aber auch nicht so schlimm ist.

Es wird dazu angeregt, die Bezeichnung Quarzporphyr als auch Liparit nicht mehr zu verwenden und diesen Stein statt dessen als Rhyolith zu bezeichnen. Persönlich finde ich die Bezeichnung Quarzporhyr ganz passend für diesen Stein.

LPL, 3.2x

Im Dünnschliff sind Quarz, Feldspat und Biotit zu finden. Plagioklas konnte ich keinen entdecken => daher Alkali-Rhyolith möglich.

Seine rote Farbe erhält der Rhyolith übrigens durch zahlreiche feinste Hämatiteinschlüsse.

XPL, 3.2x
LPL, 12.5x, Biotit
XPL, 12.5x, Biotit